Ball des Sports 2004
- Ball des Sports 2004 Videoclips 2004
- Regie: Christian Schega und Josa Jungnickel
- Laufzeit: 9 Minuten
- Produktionsformat: miniDV
- Produktionsnummer: 17
Der "Ball des Sports" ist eine Abendveranstaltung in der Jugendstil- Festhalle in Landau, bei der besonders gute und verdiente Sportler und Sportlerinnen aus der Südpfalz mit einem Preis geehrt werden. Mitver- anstalter ist die Tageszeitung "Die Rheinpfalz", die ihre Leser darüber abstimmen ließ, wer Sportler, Sportlerin und Mannschaft des Jahres wird.
Anfang September wurde ich gefragt, ob ich Videoclips für den "Ball des Sports 2004" produzieren könnte. In diesen Clips sollten die nominierten Sportler und Sportlerinnen vorgestellt werden, damit die Zuschauer im Saal, in einer kurzen Zusammenfassung erfahren, um wen es sich handelt, wenn der Name aus dem Umschlag gezogen wird. Ich sah darin eine Gelegenheit, mal wieder etwas im Video- bereich zu machen, und sagte zu. Mir war allerdings bei den ersten Überlegungen sehr schnell klar, dass ich dieses Projekt unmöglich alleine machen könnte. Also fragte ich Josa Jungnickel, der mit mir in diesem Sommer schon beim Film "Blutsbande" gearbeitet hatte, ob er mitmachen wollte. Als er zusagte, trafen wir uns im Café und tauschten unsere ersten Ideen aus, und begannen gleich mit der Planung.
Als Sportarten waren zum Beispiel Tischtennis, Triathlon, Judo und Rennradsport dabei. Bei manchen Clips kamen sehr schnell gute Ideen zustande. Bei Judo wollte ich die Nominierte vor einem völlig schwarzen Hintergrund ein paar Würfe machen lassen, den Renn- radfahrer wollte ich einfach durch eine schöne Landschaft fahren lassen ähnlich wie den Duathleten und die Triathlentin. Beim Sprinter hatte ich keine interessante Idee. Dafür hatte Josa die geniale Idee, den Sprinter nur kurz vor dem Start zu zeigen, und mit Herzschlägen die Anspannung, die in ihm herrscht zu zeigen. Bei der Tischtennis- spielerin, war es etwas schwieriger. Ich wollte sie gerne draußen im Park spielen lassen, um nicht in einer häßlichen Halle filmen zu müssen. Doch mehr ist uns erstmal nicht eingefallen. Beim Drehen im Park, kam mir dann die Idee, die Bilder zur Musik von De-Phazz ("The Mambo Craze") zu synchronisieren.
Bei der Triathletin waren wir uns sehr schnell einig, sie beim Schwimmen unterwasser zu filmen. Doch keiner von uns hatte das jemals gemacht. So musste ich erst mal herrausfinden, wo ich ein Unterwassergehäuse oder etwas ähnliches herbekommen sollte. Bei der LPR in Ludwigshafen gibt es soetwas für die Offenen Kanäle, doch leider war diese Unterwassertasche ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt kaputt. Im Internet habe ich dann eine Firma in Mainz gefunden die eine Kameratasche verleiht. Dort habe ich dann die Tasche besorgt. Am Drehtag, drehten wir erst einige Szenen draußen im Freien und wollten dann gleich im Hallenbad weiter machen. Doch leider dachte keiner von uns daran, dass der Wetterumschwung für die Kamera ein Problem sein könnte. Doch das war nicht das einzge Problem, denn auch die Kameratasche war nicht ganz dicht. Zum Glück hatte die Kamera keinen Schaden genommen, vielleicht auch deswegen, weil wir rechtzeitig den Dreh abbrachen. Von einem Bademeister bekam ich dann eine Adresse einer Semi-Professionellen Unterwasserfilmerin, die gerade zuvor im Oman einen Tauchurlaub gemacht hatte. Glücklicherweise hatte sie, und auch die Sportlerin zwei Tage später wieder Zeit, sodass wir am zweiten Drehtag, alle Unterwasser- aufnahmen in den Kasten bekamen. Der Stress hat sich gelohnt, denn die Aufnahmen sehen einfach gigantisch aus, und werten den Clip auf.
Am 2. Oktober 2004 wurden dann die Clips, wie geplant bei der Preisverleihung vorgeführt, und sorgten für zusätzlichen Jubel, was alleine schon ein riesen Erfolg ist.