DIE JUGENDSTIL-FESTHALLE
| PRODUKTIONS-NUMMER: | 19 |
| PRODUKTIONS-JAHR: | 2005 |
| DVD-NUMMER: | 003 |
| SENDUNG: | --- |
| DAUER: | 12 min. |
| DREHTAGE: | 5 |
| TECHNIKER: | 2 |
Liebe Leserin, lieber Leser,
Im Dezember 2004 bekam ich eine VHS-Videokassette mit einer Aufzeichnung der Landauer Gespräche in der Festhalle. Ich
sollte dieses Video auf DVD brennen. Das ganze sollte gut aussehen, da es Kunden vorgelegt werde sollte. Da ich zu diesem
Zeitpunkt gerade mit DVD-Menüprogrammierung herumspielte, kam das genau richtig. Hier konnte ich ganz konkret ausprobieren,
was möglich ist. Kurz vor Weihnachten schnappte ich mir eine Kamera und machte ein paar Aufnahmen im großen Saal der Festhalle.
Wichtig war mir eine Aufnahme mit der ich die DVD zuerst beginnen wollte: Die Kamera schwenkt von der Decke auf den
geschlossenen Hauptvorhang, der sich im Schwenk öffnet. Hinter dem geöffneten Vorhang sollten dann die verschiedenen
Menüeinträge stehen. Beim Schneiden kam mir die Idee diese Introsequenz nach vorne zu verlängern und mit Musik zu unterlegen.
Glücklicherweise hatte ich ja nicht nur den einen Schwenk gemacht, sondern gleich mehrere Aufnahmen. Mit der Titelmusik aus dem
Film "Stargate" wirkte das Intro richtig gigantisch. Das hatte den Chefs der Stadtholding, der Betreibergesellschaft der
Jugendstil-Festhalle auch sehr gut gefallen, dass sie mir anboten, eine Image-DVD daraus zumachen, die sie potentiellen Kunden
in die Hand drücken könnten. Natürlich sagte ich zu. Und so begann ich mit Josa Jungnickel, den ich auch noch in Boot holte
im Februar 2005 mit der Planung der DVD.
Das DVD-Menü sollte wie eine Homepage aufgebaut sein, auf der man durch eine Menüführung sämtliche Informationen über die
Festhalle, deren Säle sowie das ebenfalls von der Stadtholding betriebene "Alte Kaufhaus" erhalten kann. Zuerst fängt die DVD
mit einem Introvideo, ähnlich wie das Intro der Landauer Gespräche an. Anschließend erscheint das
Hauptmenü. Hier kann der Benutzer sich den Hauptfilm anschauen. In ca. vier Minuten erhält man hier einen groben Überblick
über Landau, die Veranstaltungshäuser und deren Säle. Zurück im Hauptmenü kann man nun zum Beispiel das Untermenü zur
Festhalle auswählen. Dort kann man sich einen Saal aussuchen. Auf dieser Menüseite kann man sich zu erst einen Film speziell
zum ausgewählten Saal anschauen. Hier erfährt man alles über Bestuhlungsvarianten, Nutzungsmöglichkeiten und Besonderheiten
in Wort und Bild. Im Untermenü kann man sich die Informationen nochmal schriftlich anschauen. Dieses Schema haben wir bei
allen Sälen beibehalten. Als Bonus kann man sich auf der DVD auch je einen Film zur Geschichte der beiden Häuser
anschauen. Dafür haben wir exklusives Material vom Stadtarchiv bekommen. In einem weiteren Film kann man sich über die
technische Ausstattung der Jugendstil-Festhalle informieren.
Bei dieser Produktion haben wir sogar ein kleines Budget gehabt, mit dem wir uns eine professionelle Kamera leihen konnten und
einen professionellen Sprecher engagieren konnten. Alleine durch den Sprecher Hans Mittermüller wirken die Videoclips auf der
DVD schon richtig professionell. Eigens für diese Produktion bauten wir uns mit Hilfe des Hausmeisters der Festhalle einen eigenen
Kamerakran, mit dem wir spektakuläre Bilder machen konnten.
Bei dieser Produktion habe ich jedoch auch einiges über Musikverwertungsrechte gelernt. Ich weiß jetzt, dass da ein riesiger
Verwaltungsapparat dahinter steckt, der selbst bei so einer kleinen Produktion versucht tausende von Euros zu verdienen. Die
Kosten würden, wenn wir ganz normal Musik aus dem Geschäft nehmen würden den Nutzen um ein Vielfaches übersteigen.
Glücklicherweise hatten wir jedoch über die Festhalle Kontakt zum SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern, die uns Aufnahmen
kostengünstig zur Verfügung stellten.
Alles in allem, war diese Produktion für uns bisher die professionellste aber auch die lehrreichste. Besonders schön ist es
natürlich jetzt zu wissen, dass unsere DVD jetzt viele Menschen sehen können. Vielleicht ergibt sich hierdurch ja ein weiters
Projekt. Spaß gemacht hat es allemal.