Karch - Der Kommissar für alle Fälle
- Karch - Der Kommissar für alle Fälle Kurzfilm 1998
- Regie: Christian Schega
- Laufzeit (Original): 35 Minuten
- Laufzeit (Version 007): 26 Minuten
- Produktionsformat: VHS
- Produktionsnummer: 6
Ursprünglich als Film "für zwischendurch" geplant, ist "Karch - Der Kommissar für alle Fälle" doch ein sehr aufwendiger, großer Film geworden. Auf der Zugfahrt nach Köln in den Ferien schrieb ich die ersten Ideen für eine Komödie auf und dachte mir die Geschichte aus (das geht im Zug sehr gut!). Wieder zuhause habe ich dann das Drehbuch fertig geschrieben und nach den Weihnachtsferien meinen etwas verdutzten Freunden gezeigt. Denen hatte ich bis dahin von meinem Vorhaben nämlich nichts erzählt. Ich habe das Drehbuch dann mit Adrian Schnabel, der dann auch die Hauptrolle spielte, über- arbeitet. Wir haben dann beide überall Schauspieler und Schauspieler- innen gesucht und gefunden. Ich habe dann auch Franziska Holzmann dazu überreden können, nur wollte sie umbedingt den Polizeichef spielen, der zu dem Zeitpunkt noch männlich war. Also haben wir im Drehbuch eine Geschlechtsumwandlung gemacht, und schon war der Polizeichef eine Polizeichefin! Das hat sich übrigens im Film sehr gut gemacht!
Bei diesem Film sind natürlich die vielen verschiedenen Drehorte zu beachten, denn das hat
auch viele Telefongespräche gekostet, bis wir an den einzelnen Drehorten drehen durften.
Witzig war es auch im Schuhhaus Metzger, als wir sonntags mit 8 Leuten den Überfall drehten,
denn plötzlich stand die echte Polizei vor der Tür und sagte, es hätte jemand angerufen
und gemeldet, es würden 20-30 Leute das Schuhgeschäft ausräumen, dabei hat kein Schuh das
Geschäft verlassen! Die Chefin, Frau Laux, hat das Mißverständis dann aufklären können! Aber das
Gelächter war natürlich groß! Schließlich waren wir ja noch Kinder.
Die Musik zum Film wurde übrigens von Jörg Schöllhorn und mir
geschrieben. Das war somit unsere erste richtige Zusammenarbeit und auch mein erster Soundtrack, bei dem ich maßgeblich beteiligt war.
Zu diesem Film könnte man noch viel erzählen, jedoch würde das hier den Rahmen sprengen.
2007, zehn Jahre nach Beginn der Dreharbeiten, habe ich es endlich geschafft, den Film auch in das neue, digitale Jahrtausend zu retten und auf DVD zu bringen. Dabei machte ich mir die Mühe und überarbeitete den Film mit kleinen Verbesserungen. Da auf einer DVD jedoch genug Platz für beide Versionen war, musste ich mich noch nicht mal für eine entscheiden. Es war sogar noch so viel Platz, dass ich noch ein bißchen Bonusmaterial produzierte. Unter anderem habe ich endlich die Outtakes geschnitten, mit denen ich schon vor neun Jahren, damals noch analog, angefangen hatte. Für alle die irgendwie mit dem Film zu tun hatten, ist diese DVD mit Sicherheit ein schönes, digitales Andenken.